Wenn der Freitag wenig Zeit lässt, aber das Essen trotzdem nach mehr als Notlösung schmecken soll, ist dieses Blechgericht eine verlässliche Wahl: Blumenkohl wird an den Rändern kräftig geröstet, Kichererbsen werden knusprig und ein schneller Tahin-Joghurt bringt Frische dazu. Die Menge reicht für ein entspanntes Abendessen zu dritt oder für zwei Personen plus eine Lunchbox-Portion am Samstag.
Zutaten für Blumenkohl und Kichererbsen vom Blech
Für 3 Portionen brauchst du:
- 1 großen Blumenkohl, etwa 800 g
- 2 Dosen Kichererbsen à 400 g
- 3 EL Olivenöl
- 1 1/2 TL edelsüßes Paprikapulver
- 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
- 1/2 TL Knoblauchpulver
- 1/2 TL Chiliflocken, nach Geschmack
- 1 TL Salz
- schwarzer Pfeffer
- 1 Bio-Zitrone
- 150 g griechischen Joghurt oder pflanzlichen Joghurt
- 2 EL Tahini
- 1 kleine Knoblauchzehe
- 2 bis 4 EL kaltes Wasser
- 1 Handvoll Petersilie oder Minze
Optional passen Fladenbrot, Couscous oder ein grüner Salat dazu. Als unkomplizierte Mahlzeit funktioniert das Blechgericht aber auch ganz ohne Beilage.
Blech-Timing: So werden Blumenkohl und Kichererbsen gleichzeitig gut
Heize den Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vor. Bei Umluft reichen 200 Grad. Lege ein großes Blech mit Backpapier aus; auf einem überfüllten Blech dämpft das Gemüse eher, statt zu rösten.
Den Blumenkohl in kleine bis mittelgroße Röschen teilen. Der Strunk muss nicht weg: Schäle nur die harte Außenseite und schneide ihn in dünne Scheiben. So wird fast der ganze Kopf verwendet und die Stücke garen gleichmäßig.
Kichererbsen in ein Sieb geben, gründlich abspülen und besonders gut trocken tupfen. Dieser Schritt entscheidet über die Textur. Feuchte Kichererbsen rösten zwar mit, bleiben aber eher weich als knusprig.
Blumenkohl und Kichererbsen mit Olivenöl, Paprikapulver, Kreuzkümmel, Knoblauchpulver, Chiliflocken, Salz und Pfeffer direkt auf dem Blech vermengen. Alles möglichst flach verteilen. Für 25 bis 30 Minuten rösten und nach etwa 18 Minuten einmal wenden.
Die Röschen sollen dunkle, karamellisierte Spitzen haben und sich mit einem Messer leicht einstechen lassen. Die Kichererbsen werden beim Auskühlen noch etwas fester. Nimm sie daher nicht zu früh heraus, aber verbrenne die Gewürze nicht: Werden sie schon nach 20 Minuten sehr dunkel, das Blech etwas tiefer in den Ofen schieben.
Für extra knusprige Kichererbsen
Wer besonders viel Crunch möchte, röstet die Kichererbsen in den ersten 10 Minuten separat auf einer freien Blechhälfte und mischt sie erst danach mit den Blumenkohlröschen. Ein zweites Blech ist nicht nötig. Wichtig ist vor allem Abstand zwischen den Kichererbsen.
Sauce: Tahin-Joghurt in fünf Minuten anrühren
Während das Blech im Ofen ist, Joghurt, Tahini, den fein geriebenen Knoblauch, 1 EL Zitronensaft, etwas Zitronenabrieb und eine Prise Salz verrühren. Zunächst wirkt Tahini beim Kontakt mit Säure oft fester. Das ist normal.

Dann esslöffelweise kaltes Wasser einrühren, bis die Sauce cremig und gießbar ist. Meist reichen 2 bis 4 EL. Mit Pfeffer und bei Bedarf mehr Zitronensaft abschmecken. Für eine vegane Variante einfach ungesüßten Soja- oder Kokosjoghurt verwenden.
Tahin enthält Sesam. Wer eine Sesamallergie hat, kann die Sauce durch Zitronenjoghurt mit etwas Olivenöl oder durch einen weißen Bohnen-Dip ersetzen. Auch bei Kreuzkümmel und Chili lohnt sich ein kurzer Blick auf die Vorlieben am Tisch: Die Gewürze geben Wärme, müssen aber nicht scharf sein.
Anrichten ohne zusätzlichen Abwasch
Das heiße Gemüse direkt auf dem Blech mit der Hälfte des Tahin-Joghurts beträufeln. Den Rest separat dazu reichen, damit die Kichererbsen möglichst lange knusprig bleiben. Mit grob gehackter Petersilie oder Minze und etwas Zitronenabrieb abschließen.
Das Gericht schmeckt besonders ausgewogen, wenn drei Elemente zusammenkommen: die Röstaromen des Blumenkohls, die würzige Trockenheit der Kichererbsen und die kühle, leicht nussige Sauce. Ein Spritzer Zitrone kurz vor dem Essen hebt alle drei Komponenten.
Wer mehr Sättigung braucht, kann in den letzten zehn Minuten gewürfelten Halloumi mitrösten oder das Blechgericht auf vorgekochtem Bulgur servieren. Für eine pflanzliche, proteinreichere Version passen gebratener Tofu oder zusätzliche Kichererbsen gut dazu.
Lunchbox für Samstag vorbereiten
Für die Lunchbox eine Portion gerösteten Blumenkohl und Kichererbsen vollständig abkühlen lassen. Die Sauce getrennt in ein kleines Schraubglas füllen. So bleibt das Gemüse aromatisch und die Kichererbsen werden nicht über Nacht weich.
Im Kühlschrank hält sich die Portion gut bis zum nächsten Tag. Kalt schmeckt sie als Salat mit Rucola, Gurke und Fladenbrot. Zum Aufwärmen Gemüse und Kichererbsen bei 180 Grad etwa 8 Minuten im Ofen oder in der Heißluftfritteuse erhitzen; die Sauce erst danach dazugeben.
Für Freitagabend lohnt sich dieses Rezept besonders, weil es keine komplizierte Vorbereitung verlangt und der Samstag schon mitgedacht ist: ein Blech, eine Schüssel für die Sauce und ein Mittagessen, das nicht nach Resteverwertung schmeckt.
Quelle: Editorial research
Kontext und Aktionen Über diesen Artikel
Quellenprüfung Küchenhinweis
Die Garzeit kann je nach Ofen, Blechgröße und Größe der Blumenkohlröschen leicht variieren.
- Kichererbsen vor dem Rösten sorgfältig trocknen
- Blech nicht überfüllen
- Blumenkohl nach 25 Minuten auf Gargrad prüfen
- Umfang
- Deutschland
- Aktualisiert
- 2026-09-13 10:33
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