Nahaufnahme eines Smartphones mit der Notrufnummer 112 auf dem Display.

Warntag am 10. September: Handy jetzt richtig einstellen

Von der TA-Art-Redaktion · Stand: 16. August 2026

Am Donnerstag, 10. September 2026, erproben Bund, Länder und Kommunen gemeinsam ihre Warnsysteme. Wer Warnungen zuverlässig empfangen möchte, sollte schon vorher Betriebssystem, Notfallmeldungen und die Warn-App NINA kontrollieren. Auch für Angehörige ohne Smartphone lohnt sich eine einfache Absprache.

Diese Warnwege können am Warntag eingesetzt werden

Beim bundesweiten Warntag werden verschiedene Kanäle erprobt. Welche davon tatsächlich auslösen, kann sich je nach Region unterscheiden.

  • Cell Broadcast übermittelt Warnungen direkt an geeignete Mobiltelefone in einer Funkzelle. Eine zusätzliche App oder vorherige Anmeldung ist dafür nicht erforderlich.
  • NINA zeigt Warnungen für abonnierte Orte und – abhängig von den Einstellungen – den aktuellen Standort an. Dafür benötigt die App die notwendigen Berechtigungen und eine Datenverbindung.
  • Sirenen werden von den zuständigen Kommunen eingesetzt. Nicht jede Gemeinde verfügt über Sirenen oder beteiligt sich mit denselben Signalen.
  • Radio und Fernsehen sowie weitere digitale Informationsangebote können Warn- und Entwarnungsmeldungen verbreiten.

Handy und NINA in wenigen Minuten kontrollieren

Die Bezeichnungen der Menüs unterscheiden sich zwischen Android-Geräten, iPhones und Betriebssystemversionen. Über die Einstellungssuche lassen sich Begriffe wie „Notfallbenachrichtigungen“, „Warnmeldungen“ oder „Cell Broadcast“ meist schnell finden.

  1. Installieren Sie verfügbare Systemupdates und starten Sie das Telefon anschließend neu.
  2. Prüfen Sie, ob behördliche Warn- beziehungsweise Notfallmeldungen aktiviert sind.
  3. Lassen Sie das Gerät am Warntag eingeschaltet und mit einem Mobilfunknetz verbunden. Im Flugmodus kann Cell Broadcast nicht ankommen.
  4. Öffnen Sie NINA und kontrollieren Sie die abonnierten Orte sowie die Benachrichtigungsberechtigung der App.
  5. Prüfen Sie bei älteren Geräten in den Herstellerangaben, ob Cell Broadcast unterstützt wird.

Ein fehlender Alarm kann unterschiedliche Ursachen haben: Das Telefon könnte inkompatibel, ausgeschaltet, ohne Netzverbindung oder falsch konfiguriert sein. Ebenso ist möglich, dass ein bestimmtes Warnmittel am jeweiligen Ort nicht eingesetzt wurde. Daraus folgt nicht automatisch, dass das gesamte Warnsystem ausgefallen ist.

Warntag am 10. September: Handy jetzt richtig einstellen

Angehörige ohne Smartphone vorbereiten

Menschen ohne geeignetes Mobiltelefon können ein batteriebetriebenes Radio bereithalten und sich vorab über die örtlichen Sirenensignale informieren. Hilfreich ist außerdem eine Kontaktabsprache: Eine festgelegte Person meldet sich nach einer Warnung telefonisch oder persönlich, ohne Notrufleitungen unnötig zu belasten.

Pflegebedürftige, alleinlebende oder hörgeschädigte Angehörige sollten wissen, welche Warnwege in ihrer Kommune verfügbar sind. Lokale Hinweise finden sich üblicherweise auf den Internetseiten der Gemeinde, Stadt oder des Landkreises.

Warum die Kommune vor Ort entscheidend bleibt

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe beschreibt den Warntag als gemeinsame Erprobung verschiedener Warnmittel. Die offiziellen Informationen zum bundesweiten Warntag erläutern Termin und Ablauf. Hinweise zu Funktionen und Einstellungen bietet die BBK-Seite zur Warn-App NINA.

Vor dem 10. September bleibt der wichtigste lokale Schritt, die Mitteilungen der eigenen Kommune zu prüfen. Dort wird bekannt gegeben, ob beispielsweise Sirenen getestet werden und welche regionalen Besonderheiten gelten.

Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

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