Nächtliche Tankstelle in Deutschland mit beleuchteten Zapfsäulen und modernem Vordach bei Nacht.

Tanken am 17. August: Abends oft günstiger

Von der TA-Art-Redaktion | 17. August 2026

Wer am 17. August tanken muss, sollte die Preise möglichst am Abend vergleichen. Nach Auswertungen des ADAC sind Kraftstoffe im Tagesverlauf häufig zwischen 19 und 20 Uhr sowie zwischen 21 und 22 Uhr besonders günstig. Eine Garantie für den niedrigsten Preis vor Ort ist das jedoch nicht: Entscheidend bleiben aktuelle Tankstellendaten entlang der geplanten Route.

Zwei Zeitfenster sind besonders interessant

Der ADAC beobachtet wiederkehrende Preisbewegungen innerhalb eines Tages. Morgens liegt das Preisniveau demnach häufig höher als am Abend. Besonders niedrige Durchschnittspreise zeigen sich regelmäßig in zwei Zeiträumen:

  • zwischen 19 und 20 Uhr
  • zwischen 21 und 22 Uhr

Diese Beobachtung beschreibt einen Durchschnitt, keinen bundesweit einheitlichen Tagespreis. Eine einzelne Tankstelle kann früher, später oder gar nicht günstiger werden. Auch die Wettbewerbslage unterscheidet sich: In einem Gebiet mit mehreren nahe gelegenen Anbietern können sich andere Preisbewegungen ergeben als an einem Standort mit wenig Konkurrenz.

Wer zeitlich flexibel ist, kann deshalb zunächst am frühen Abend prüfen und den Vergleich vor dem Tanken noch einmal wiederholen. Es lohnt sich aber nicht, eine fast leere Tankanzeige auszureizen oder eine notwendige Fahrt allein wegen eines möglichen späteren Preisrückgangs aufzuschieben.

Preise entlang der ohnehin geplanten Strecke vergleichen

Für einen sinnvollen Vergleich sollten Autofahrer aktuelle Preisdaten für Tankstellen ansehen, die direkt an der Route oder nur wenige Minuten daneben liegen. Maßgeblich ist immer dieselbe Kraftstoffsorte: Diesel darf nicht mit Benzin verglichen werden, Super E10 nicht mit Super E5.

Eine kurze Prüfreihenfolge hilft:

Tanken am 17. August: Abends oft günstiger
  1. Die benötigte Kraftstoffsorte festlegen.
  2. Tankstellen am Start, am Ziel und entlang der Route vergleichen.
  3. Zeitpunkt der Preisangabe und Entfernung kontrollieren.
  4. Einen möglichen Umweg gegen die erwartete Ersparnis rechnen.
  5. Den Preis vor dem Tanken an der Zapfsäule überprüfen.

Tankstellen unmittelbar an Autobahnen können ein anderes Preisniveau haben als Stationen an nahe gelegenen Ausfahrten oder in Ortschaften. Trotzdem ist nicht jeder Abstecher wirtschaftlich. Wer ohnehin von der Autobahn abfährt, hat eine andere Rechnung als jemand, der nur zum Tanken mehrere Kilometer zusätzlich fährt.

Schon wenige Cent wirken sich auf eine Tankfüllung aus

Die folgende Tabelle zeigt reine Rechenbeispiele. Sie bildet keine aktuellen oder bundesweiten Kraftstoffpreise ab.

Preisunterschied je Liter Ersparnis nach Füllmenge
5 Cent 2,00 Euro bei 40 Litern; 2,50 Euro bei 50 Litern; 3,00 Euro bei 60 Litern
10 Cent 4,00 Euro bei 40 Litern; 5,00 Euro bei 50 Litern; 6,00 Euro bei 60 Litern
15 Cent 6,00 Euro bei 40 Litern; 7,50 Euro bei 50 Litern; 9,00 Euro bei 60 Litern

Der tatsächliche Vorteil hängt davon ab, wie viele Liter in den Tank passen und wie viel nachgefüllt wird. Ein großer Preisabstand bringt bei zehn Litern deutlich weniger als bei einer nahezu vollständigen 60-Liter-Füllung.

Wann der Umweg die Ersparnis auffrisst

Für die Umwegkosten zählen zusätzliche Kilometer, Verbrauch und Kraftstoffpreis. Ein Beispiel: Verbraucht ein Auto 7 Liter je 100 Kilometer und kostet der Kraftstoff angenommene 1,80 Euro je Liter, verursachen sechs zusätzliche Kilometer rund 0,76 Euro reine Kraftstoffkosten.

Bei einem Preisvorteil von 5 Cent je Liter und einer Füllmenge von 50 Litern beträgt die rechnerische Ersparnis 2,50 Euro. Nach Abzug der beispielhaften Umwegkosten bleiben etwa 1,74 Euro. Zeitaufwand, Verschleiß und Verkehr sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Besonders sinnvoll ist der Vergleich deshalb, wenn die günstigere Tankstelle ohnehin auf dem Weg liegt. Vor der Abfahrt sollten Autofahrer noch einmal die richtige Kraftstoffsorte, den gemeldeten Preis und die Fahrtrichtung prüfen. So wird aus dem günstigeren Abendzeitfenster eine belastbare Haushaltsentscheidung statt einer teuren Extraschleife.

Quelle: ADAC

Kommentare

Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!

Weitere Geschichten