Judith Hermann folgt in ihrem neuen Buch einer Familiengeschichte, die bis in die Gegenwart reicht: der Geschichte ihres Großvaters und dem Schweigen der nachfolgenden Generationen. Am Mittwoch, 16. September 2026, stellt sie „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ in Mönchengladbach vor. Die Lesung auf der Studiobühne des Theaters in Rheydt beginnt um 19.30 Uhr; anschließend spricht die Autorin mit Maren Jungclaus vom Literaturbüro NRW.
Für Leserinnen und Leser verbindet der Abend damit zwei Zugänge zum Buch: Hermanns Text und ein Gespräch über Literatur, Erinnerung und die Nachwirkungen der Vergangenheit. Der Eintritt kostet 13,50 Euro, ermäßigt 9,50 Euro. Karten werden im Theater sowie in der Zentralbibliothek Mönchengladbach und der Stadtteilbibliothek Rheydt angeboten.
Von der Redaktion TA Art. Grundlage ist die Veranstaltungsankündigung der Stadt Mönchengladbach vom 11. September 2026.
Eine Familiengeschichte zwischen Erinnern und Verschweigen
Im Mittelpunkt des Buches steht Hermanns Großvater. Nach der städtischen Ankündigung war er im Zweiten Weltkrieg als SS-Mann in Polen stationiert und in die Errichtung und Auflösung eines Ghettos verstrickt. Hermann verbindet die Auseinandersetzung mit seiner Geschichte mit ihrem eigenen Schreiben.

Dabei richtet sich der Blick auch auf die folgenden Generationen: Was wird erinnert, was vergessen, was bleibt unausgesprochen? Die angekündigten Themen reichen von familiärer Erinnerung bis zu den Leerstellen der Nachkriegsgesellschaft. Der persönliche Ausgangspunkt führt so zu Fragen darüber, wie Menschen mit einer Vergangenheit umgehen, die sie nicht selbst erlebt haben.
Die Frage nach einem eigenen Erinnern und Vergessen steht ebenso im Raum wie die nach der Trennbarkeit von Vergangenheit und Gegenwart. Für den Abend in Rheydt gibt das einen konkreten thematischen Rahmen: Es geht um die Geschichte des Großvaters und darum, wie diese Geschichte später erzählt werden kann.
Maren Jungclaus begleitet das Gespräch zum Buch
Im Anschluss an die Lesung übernimmt Maren Jungclaus vom Literaturbüro NRW das Gespräch mit Judith Hermann. Angekündigt sind Literatur, Erinnerung und das Fortwirken der Vergangenheit als Themen.

Hermann wurde 1970 in Westberlin geboren und ist seit ihrem Erzählungsband „Sommerhaus, später“ eine prägende Stimme der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Ihre Bücher liegen in zahlreichen Übersetzungen vor und wurden vielfach ausgezeichnet. Die Stadt nennt in ihrer Ankündigung zuletzt den Wilhelm Raabe-Literaturpreis. Heute lebt die Autorin in Berlin und Friesland.
Termin, Eintritt und Vorverkauf in Rheydt
Die Veranstaltung gehört zur Reihe „Text | stationen“ des Fördervereins der Stadtbibliothek Mönchengladbach „Lust am Lesen e. V.“. Kooperationspartner sind das Theater Krefeld-Mönchengladbach, die Stadtbibliothek und die Volkshochschule Mönchengladbach; das Kulturbüro der Stadt unterstützt den Abend.
- Termin: Mittwoch, 16. September 2026, 19.30 Uhr.
- Ort: Studiobühne Theater Rheydt, Odenkirchner Straße 78, 41236 Mönchengladbach-Rheydt.
- Programm: Lesung aus „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“, anschließend Gespräch mit Maren Jungclaus.
- Eintritt: 13,50 Euro, ermäßigt 9,50 Euro.
- Kartenverkauf: Theater Krefeld-Mönchengladbach, Zentralbibliothek Mönchengladbach und Stadtteilbibliothek Rheydt.
Quelle: City of Moenchengladbach Newsroom
Kontext und Aktionen Über diesen Artikel
Quellenprüfung Quelle und Abgleich
Die Veranstaltungsdaten und Angaben zum Buch wurden anhand des bereitgestellten Mitteilungstextes der Stadt Mönchengladbach vom 11. September 2026 abgeglichen.
- Termin, Beginn und Anschrift entsprechen der Veranstaltungsankündigung.
- Eintrittspreise und drei Kartenverkaufsstellen wurden aus dem Quelltext übernommen.
- Maren Jungclaus und das Literaturbüro NRW sind im Quelltext für das anschließende Gespräch...
- Die Angaben zur Geschichte des Großvaters werden ausdrücklich der städtischen Buchvorstell...
- Quelle
- Stadt Mönchengladbach – Veranstaltungsankündigung
- Umfang
- Mönchengladbach
- Aktualisiert
- 2026-09-12 12:34
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