In der Krefelder Notschlafstelle an der Feldstraße sollen Schutzsuchende künftig unter besseren Bedingungen unterkommen. Für die Sanierung des Gebäudes in der ehemaligen Don-Bosco-Schule hat die Bezirksregierung Düsseldorf 129.000 Euro aus dem Denkmalförderprogramm NRW bewilligt. Regierungspräsident Thomas Schürmann übergab den Förderbescheid am 13. September 2026 an Oberbürgermeister Frank Meyer.
Das Obdach Krefeld nutzt heute frühere Klassenräume, in denen Menschen teilweise in größeren Gruppen schlafen. Die vorhandene Raumaufteilung entspricht nach Angaben der Stadt nicht mehr den Anforderungen einer zeitgemäßen Notschlafstelle. Der geplante Umbau soll den Alltag für Schutzsuchende und Beschäftigte verändern, ohne den Charakter des denkmalgeschützten Gebäudes aufzugeben.
Umbau der ehemaligen Don-Bosco-Schule
Die frühere Don-Bosco-Schule soll innen neu gegliedert werden. Trennwände sollen die einstigen Klassenräume verkleinern und dadurch mehr Privatsphäre schaffen. Die ursprüngliche Gebäudestruktur soll dabei in Abstimmung mit dem Denkmalschutz weiterhin erkennbar bleiben.

Auch die Fassade des Obdach Krefeld wird im Zuge des lang geplanten Umbaus saniert. Die Landesförderung ist ausdrücklich an den Erhalt der denkmalgeschützten Bausubstanz gekoppelt. Schürmann bezeichnete das Gebäude als historischen Ort und sozialen Standort zugleich: Es biete Menschen in schwierigen Lebenslagen Schutz und Unterstützung.
Die Fördermittel decken nicht den gesamten Umbau ab, sondern unterstützen den denkmalgerechten Teil der Sanierung. Für die Stadt bedeutet das: Die Nutzung als Notschlafstelle kann verbessert werden, während die baulichen Vorgaben für das ehemalige Schulgebäude berücksichtigt werden müssen.

Sanitärbereiche, Frauenzimmer und barrierefreier Zugang
Ein zentraler Teil der Planung betrifft die Sanitäranlagen. Auf dem Gelände stehen derzeit vorübergehend Duschkabinen in Containern. Künftig sollen im Gebäude ausreichend dezentrale Wasch- und Duschmöglichkeiten entstehen, getrennt nach Geschlechtern. Die Containerlösung soll danach entfallen.
Vorgesehen sind außerdem Umkleiden, Büro- und Pausenräume für das Personal, eine Pforte sowie Wasch-, Trocken- und Lagerräume. Geplant ist zudem ein barrierefreier Eingang. Für Frauen soll ein abgetrennter Bereich mit eigenem Zimmer eingerichtet werden.

Damit geht es bei der Baumaßnahme nicht allein um die äußere Instandsetzung der Feldstraße-Immobilie. Die Stadt will die Notschlafstelle so organisieren, dass Schutzsuchende mehr Rückzugsmöglichkeiten erhalten und Beschäftigte über passende Arbeitsräume verfügen.
Notschlafstelle als Anlaufstelle über die Nacht hinaus
Die zuständige Beigeordnete Sabine Lauxen betonte, das Obdach Krefeld sei mehr als ein Übernachtungsangebot. Bessere Bedingungen könnten dabei helfen, einen besseren Zugang zu den Menschen in der Einrichtung zu finden. Ziel sei es, Schutzsuchende auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben in einer eigenen Wohnung zu unterstützen.
Vorarbeiten für die Sanierung sollen laut Stadt Anfang des Jahres beginnen. Einen konkreten Termin für den Abschluss der Arbeiten oder Angaben zum gesamten Kostenrahmen nennt die Mitteilung nicht.
Quelle: City of Krefeld Press Releases
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Quellenprüfung Quellenweg
Der Beitrag stützt sich auf die Mitteilung der Stadt Krefeld zur Förderbescheidübergabe und den darin genannten Umbauplänen.
- Fördersumme von 129.000 Euro und Programmzuordnung geprüft.
- Übergabedatum 13. September 2026 aus der städtischen Mitteilung übernommen.
- Geplante bauliche Veränderungen ausschließlich nach den Angaben der Stadt dargestellt.
- Nicht genannte Angaben zu Gesamtkosten und Fertigstellung transparent offengelassen.
- Quelle
- Stadt Krefeld – Presse und Kommunikation
- Umfang
- Krefeld
- Aktualisiert
- 2026-09-13 15:01
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