Ab Dienstag, dem 15. September, bietet die Bezirksbibliothek Hamborn einen besonderen Zugang zur Geschichte der Nuklearkatastrophe von Chornobyl. Die Ausstellung „Pripyat. Die Zeitmaschine – Das europäische Erbe der Katastrophe von Chornobyl“ macht die dramatischen Folgen des Reaktorunglücks von 1986 durch den Einsatz moderner Medientechnologie erfahrbar.
Visuelle Zeitreise durch eine Geisterstadt
Im Mittelpunkt der Schau steht die Arbeit des ukrainischen Foto- und Videokünstlers Alexander Syrota. Er nutzt die Technologie der „Augmented Reality“ (Erweiterte Realität), um Besuchern eine unmittelbare Auseinandersetzung mit dem Schicksal der Stadt Pripyat zu ermöglichen. Durch die digitale Überlagerung verschmelzen historische Aufnahmen, die das alltägliche Leben in der jungen, aufstrebenden Stadt vor der Katastrophe zeigen, mit aktuellen Fotografien der heutigen Sperrzone.

Dieser visuelle Wechsel erlaubt es den Besuchern, die Transformation Pripyats nachzuvollziehen: von einem lebendigen Wohnort für Tausende Menschen hin zu einem verlassenen, nuklear verseuchten Mahnmal. Die Ausstellung verdeutlicht damit auf eindrückliche Weise das europäische Erbe der Katastrophe, deren 40. Jahrestag in diesem Jahr begangen wurde. Die Explosion von Reaktor 4 gilt bis heute als das schwerste Unglück in der Geschichte der zivilen Kernenergienutzung.

Die praktische Lage und Besuchsinformationen
Die Ausstellung wird in Kooperation mit der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus realisiert und findet im Rathaus-Center an der Schreckerstraße 10 statt. Sie richtet sich an alle Interessierten, die sich mit den langfristigen Folgen nuklearer Katastrophen auseinandersetzen möchten. Die Schau ist bis zum 9. Oktober während der regulären Öffnungszeiten der Bibliothek kostenfrei zugänglich.
Für Lehrkräfte und Schulklassen ab der 8. Jahrgangsstufe bietet die Bezirksbibliothek Hamborn eine begleitete Auseinandersetzung mit dem Thema an. Interessierte Pädagogen können Termine für die Eröffnung am 15. September um 10 Uhr oder für spätere Besuche vereinbaren. Die Kontaktaufnahme erfolgt telefonisch unter der Rufnummer 0203 283-5373 oder per E-Mail an stabi-hamborn@stadt-duisburg.de.
Zusammenfassung für Besucher
| Detail | Information |
|---|---|
| Veranstaltungsort | Bezirksbibliothek Hamborn, Rathaus-Center, Schreckerstraße 10 |
| Laufzeit | 15. September bis 9. Oktober |
| Eintritt | Kostenfrei |
| Zielgruppe | Allgemeinheit; Schulklassen ab Jahrgangsstufe 8 |
| Kontakt | 0203 283-5373 / stabi-hamborn@stadt-duisburg.de |
Quelle: City of Duisburg Press Releases
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Quellenprüfung Redaktioneller Hinweis
Die Informationen basieren auf der offiziellen Pressemitteilung der Stadt Duisburg zur Ausstellung in der Bezirksbibliothek Hamborn.
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- Quelle
- Stadt Duisburg Pressemitteilungen
- Umfang
- Duisburg
- Aktualisiert
- 2026-09-11 10:46
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